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Eistauchen im Urisee (Tirol)
Ein Bericht von Pascal Klingler
Am
24. Januar bis 26. Januar organisierte die Tauchbasis Dive Connection
ein "Kaltes Wochenende". 6 knallharte Männer machten sich am 24.
Januar gegen 7:30 Uhr auf, um sich der noch nicht zu spürende Kälte
zu stellen. Kurz vor dem Ziel mussten wir uns durch die Schneemassen
kämpfen und kamen somit später am Ziel an, als wir geplant hatten.
Es musste gleich Los gehen!
So gegen 16 Uhr brachen wir auf, zum langen Weg ins Eisloch. Anfangs
war etwas bedrückte Stimmung, weil wir meinten, dass Eis ist am
schmelzen, denn die Außentemperatur lag bei 8 °C. Doch der Schein
drügt. Auf dem Eis hatte sich, durch den starken Schneefall am Vormittag
eine 30 cm hohe Schneeschicht gebildet. Schnell war die Stimmung
wieder mit einer "Sauf-Fahrt" zu vergleichen. Bevor es dann nun
endlich los gehen konnte, musste noch ein Loch her! Dirk und Jürgen
bewaffneten sich mit einer Axt und drangen, am Seil gesichert, zur
baldigen Einstiegsstelle vor. Es vergingen 15 Minuten, unsere Körpertemperatur
lag mittlerweile bei 40 °C (nur Spaß!). Plötzlich die Erlösende
Worte von Dirk: "Ich bin Ferdisch!".
Jetzt
hieß es rein ins kalte Nass! Die erste zweier Gruppe sprang mit
großer Vorsicht ins Wasser, sicherten sich am Seil und tauchten
ab. Die Sicht war Super. Wir konnten unter Wasser Handzeichen zu
den Sicherungsmännern über Wasser, die auf der 15 cm dicken Eisschicht
standen, geben. Während des Tauchens fiel einem kaum auf, dass das
Wasser nur eine Temperatur von 3 °C hatte. Nach 20 Minuten war das
1. Tauchteam wieder zurück und das nächste konnte loslegen. Nun
war ich endlich an der Reihe. Ich setzte mich aufs Eis, wurde an
Seilen gesichert, bekam die Flossen angezogen und wurde ins Wasser
gelassen. Hört sich gut an, oder? Da ich der jüngste an dem Wochenende
war, hatte ich auch wieder einmal die "Arschkarte" gezogen. Gleich
bei meinem 1. Tauchgang lief mein Trockentauchanzug voll. Hurra!
Egal, so hart wie ich bin, zog ich den Tauchgang durch. So konnte
ich mich auch gleich an den im 5 mm Apnoeanzug bevorstehenden Apnoetauchgang
unter Eis vorbereiten, den ich am nächsten Tag erfolgreich absolvierte.
Pünktlich zum Sonnenuntergang beendeten wir unseren 1. Tag am Eis.
Es waren natürlich noch andere Tauchteams am gleichen Tag angereist,
diese gingen aber, anstatt zu tauchen, gleich in die Sauna. Weicheier!
Am späten Abend so gegen 23 Uhr kam Dirk auf eine großartige Idee.
Er zeigte uns zur Motivation sein Urlaubsvideo von Galapagos. Naja,
was sind schon 30 °C Wassertemperatur unterschied?
Der
nächste Morgen kam um 7:30 Uhr. Pünktlich um 9 Uhr standen wir wieder
als 1. von insgesamt 6 Tauchteams an unserem wieder zugefrorenem
Eisloch. Kurz warten, Loch wieder aufmachen, mit Freude ins Wasser.
An diesem Tag hatten wir auch einige Zuschauer. Das andere Tauchteam,
mit dem sich Dirk auf der Anreise beinahe Angelegt hatte, staunte
über unsere Tauchfähigkeiten. An diesem Tag absolvierte jeder von
uns 2 Tauchgänge à 20 Minuten. Am Nachmittag trat nochmals großes
Staunen bei den anderen Tauchern und Spaziergänger auf, als ich
mit meinem Apnoeanzug und meinen übergroßen Apnoeflossen am Eisloch
auf den bevorstehenden Apnoetauchgang vorbereitete. Mein
Ziel war es, als jüngster unter dem Eis frei zu tauchen. 15 Minuten
später war wieder alles vorbei. Das ganze Team beendete um 17 Uhr
den 2. Eistauchtag. Um 18 Uhr gingen wir zum Abendessen, doch zuvor
hieß es für 3 unserer Gruppe "Sauna". Die anderen, darunter auch
ich, machten einen Spaziergang im den Urisee. Um 18 Uhr trafen wir
uns zum Essen. So gegen 23 Uhr gingen wir in unsere Zimmer. Am nächsten
Morgen, nach dem Frühstück, packten wir unsere Sachen zusammen,
beluden die Autos und begaben uns auf unsere Heimfahrt.

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