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Rastatt-Plittersdorf 2003
Ein Erfahrungsbericht von Michael Storck
Vom 20. bis 21. September unternahm die Dive-Connection einen Wochenendtauchausflug
nach Rastatt-Plittersdorf. Nachdem wir anfänglich einen kleinen
Teilnehmerschwund auf gerade mal vier Leute hinnehmen mussten, was
uns aber keineswegs die gute Laune vertrieb, machten wir uns also
samstags vormittags auf den Weg in Richtung Rastatt. Kurz vor 12:00
Uhr erreichten wir gerade noch rechtzeitig den Campingplatz bevor
die PKW-Zufahrt zur Mittagsruhe geschlossen wird.
An unserem Stellplatz angekommen breiteten wir erst mal unser Equipment
aus; darunter so viele Tauchflaschen, dass man meinen könnte, es
käme noch eine ganze Busladung Taucher hinterher. Nachdem wir zunächst
die Zelte errichtet hatten, wollten wir vor unserem ersten Tauchgang
noch schnell den neuen Gasgrill zusammenbauen, damit wir uns nach
dem Tauchen gleich um unser leibliches Wohl kümmern können.
Doch dieser Punkt der Tagesordnung erwies sich etwas schwieriger
als gedacht. Den Grill hatten wir zwar einigermaßen zügig zusammengesetzt,
die Gasflasche stand auch bereit, doch irgendetwas schien zu fehlen.
Gehört da nicht ein Druckminderer zwischen Gasflasche und Grill?!
Hatte uns nicht ein freundlicher und kompetenter Berater einer großen
deutschen Baumarktkette versichert, dass alles in der Packung sei,
was man zum Aufbau benötigt?! Doch in der Not stellten uns unsere
Platznachbarn, ebenfalls Taucher, ihren Druckminderer zur Verfügung.
An dieser Stelle noch mal ein großes Danke an die freundliche Hilfe.
So, jetzt aber ab ins nasse Element! Unser Stellplatz war praktischerweise
so gewählt, dass er nahezu direkt an der Einstiegsstelle lag, so
dass wir nur wenige Schritte zu Fuß zurückzulegen hatten. Der erste
Tauchgang des Tages führte uns auf etwa achteinhalb Meter Tiefe
entlang des östlichen Seeufers, vorbei an den Resten einer alten
Übungsplattform und einer Schatzkiste, die in einer Astgabel ihre
Ruhestätte gefunden hatte. Was da wohl drinnen ist? Vielleicht Gold
oder wertvoller Schmuck? Schade, es war wohl schon jemand vor uns
da, außer etwas Sand war die Kiste eher leer. Nach 50 min. erreichten
wir dann wieder die Oberfläche. Kurze Zeit später unternahmen wir
dann unseren zweiten Tauchgang, diesmal in die entgegengesetzte
Richtung. Unsere maximale Tiefe betrug ca. 15 Meter. Eine weitere
Schatzkiste gab es hier zwar nicht, dafür sind wir einigen kleinen
Krebsen und Fischen begegnet. Besonders die Krebse haben es mir
irgendwie angetan, die, obwohl sie um vieles kleiner waren als so
ein riesiger Taucher, sich mutig der Gefahr stellen und uns mit
den tollsten Gebärden zeigten, wer hier der Chef im See ist. Nach
einer dreiviertel Stunde kletterten wir dann wieder aus dem Wasser.
Aber diesmal ernteten wir etwas erstaunte und verwunderte Blicke
von den anderen Tauchern und Badegästen am Ufer. Ob das wohl daran
lag, dass Stefan mit einer Kiste Taucherbrause aus dem Wasser kam,
die wir zuvor zur Kühlung im See versenkten?! Dabei ist dieser Ausrüstungsgegenstand
doch ganz klar neuster PADI-Standart!
Den
Rest des Tages verbrachten wir mit dem Vernichten der mitgebrachten
Steaks und Salate und natürlich der Taucherbrause. Nach einiger
Zeit Essen und Erzählen waren wir dann aber auch irgendwann müde
und verkrochen uns in unsere Zelte.
Am nächsten Morgen wurde wir schon relativ früh wach, die genaue
Uhrzeit weiß ich leider nicht mehr, an diesem Morgen war ich für
Zahlen noch nicht ganz aufnahmefähig. Das muss wohl am doch etwas
härteren Boden gelegen haben. Also das nächste Mal dran denken:
Luftmatratze einpacken! Nachdem das Frühstück noch etwas behäbig
von statten ging, waren wir beim Anlegen der Ausrüstung dafür umso
zügiger, auch wenn die Tauchanzüge über Nacht einen schön nasskalten
Zustand angenommen hatte.
So, nun ging's aber ab zum dritten Tauchgang an diesem Wochenende.
Diesmal führte es uns bis auf 18,6 Meter Tiefe, buhä. ganz schön
frisch da unten! Ansonsten war es ähnlich wie bereits Beschrieben,
ein paar Fische und meine halbstarken Lieblings-Krebse. Danach haben
wir, bis auf unsere Tauchausrüstung, schon mal alles, was wir nicht
mehr unbedingt benötigten, in die Autos verstaut. Gegen ein Uhr
mittags sollte es dann noch auf unserem letzten Tauchgang gehen.
Diesmal tauchten wir auf max. 12,5 Meter ab, wieder entlang des
östlichen Ufers, wie bereits zu Anfang. Doch gegen Ende des Tauchgangs
zeigte sich uns, zu unserer Freude und Überraschung, aber noch ein
recht großer Sonnenbarsch. Wäre es ihm möglich gewesen, er hätte
bestimmt so etwas wie: "Tschüß und bis zum nächsten Mal!" gesagt.
Galerie von Plittersdorf


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