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Die Rheinpfalz; 25.07.2002

Abenteuer in der Tiefe des Schwimmbeckens

Hassloch: Bei den Fereinspielen dürfen Kinder "Schnuppertauchen" - Vor der Praxis erst einmal wichtige Theorie

Patrick Schwarzwälder gibt einen undefinierbaren Laut von sich und rümpft erstmal die Nase, als man ihn auffordert, in die Taucherbrille zu spucken und die Spucke auf dem Brillenglas zu verreiben. Doch kommt er der Bitte nach, schließlich will er unter Wasser nicht den Durchblick verlieren.
Bevor die Gruppe der Mädchen und Jungen bei den Ferienspielwochen ihre erste praktische Erfahrung machen, gilt es, die Ohren zu spitzen. Stefan Herzog, Mitinhaber der Duttweillerer Tauchschule "Dive Connection", erklärt die Faszination der Tauchens: eintauchen in eine andere Welt und das Gefühl der Schwerelosigkeit in der Natur erfahren.
Aufmerksam verfolgen die zehn Teilnehmer am Beckenrand des Badeparks unter anderem, wie der Lungenautomat der Tauchflasche funktioniert und was es mit dem Druckausgleich auf sich hat. Dieser funktioniert durch den Druck der Flasche über die Nase auf die Ohren und stellt den Ausgleich des Körper-Innendrucks zum durch die Tauchtiefe zunehmenden Wasserdruck her. "Wer also Ohren-, Kopfschmerzen oder einen Schnupfen hat, darf nicht tauchen", so der Tauchlehrer.
Dann erklärt er die Zeichensprache, die durch bestimmte Formen der Finger erfolgt. Diese "Sprache" kann lebenswichtig sein, sagt Herzog, "denn unter Wasser muss man sich verständigen können, obwohl man nicht sprechen kann".
Nach der Theorie werden Flossen angepasst, und es geht an die Praxis im nassen Element. Um die bemüht sich, neben Herzog, noch sein Taucherkollege Thomas Washeim. Doch es geht nicht ohne Gelächter ab, bevor die beiden Kinder ihre Geräte geschultert und ihre Brillen aufhaben. Da müssen auch einige Schluck Schwimmbadwasser verkraftet werden. Der Rest der Gruppe verfolgt die Aktion mit sichtbarer Freude. Als letztes kommen die ersten Versuche mit dem Atem-Automaten, mit dem die kleinen Taucher noch so ihre Probleme haben. Doch schließlich gehen die beiden Lehrer mit ihren beiden Schützlingen in die "Tiefe", um unter Wasser zwei Bahnen des Beckens zurückzulegen.
Aus Gründen der Sicherheit kann sich ein Tauchlehrer in der ersten Phase nur um jeweils einen Schüler kümmern, sagt Herzog. Die Wartenden nehmen es gelassen, denn Tauchen hat etwas mit Abenteuer zu tun, und dies wollten sie alle erfahren

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Last modified: 31.10.2005
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